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Paddington 2

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Story/Handlung von Paddington 2

Gemeinsam mit Familie Brown lebt Paddington in London und ist inzwischen zum Liebling der Nachbarschaft geworden – nicht nur dank seiner leckeren Marmeladenbrote. Immer gut gelaunt und freundlich kommt er wunderbar mit all den Menschen um ihn herum aus. Ein bisschen Heimweh hat er aber immer noch. Besonders jetzt, kurz vor dem Geburtstag seiner Tante Lucy. Ihr würde er gerne ein schönes Geschenk nach Hause schicken und im Antiquitätengeschäft von Mr. Gruber wird Paddington auch schnell fündig. Ein wunderschönes und einzigartiges Aufklapp-Bilderbuch mit den Sehenswürdigkeiten Londons soll es sein. Das hat jedoch seinen Preis und so beschließt Paddington, sich einen Job zu suchen. Durch seine liebenswürdige Tollpatschigkeit funktioniert das mehr schlecht als recht und dann wird das begehrte Buch auch noch aus Mr. Grubers Geschäft geklaut. Paddington kann den Dieb sogar beobachten, doch weil ihm niemand glaubt und es auch keine Beweise gibt, wird Paddington selbst des Diebstahls verdächtigt und landet im Gefängnis. Seine neue Familie, die Browns, versuchen daraufhin, Paddingtons Unschuld zu beweisen. Die Spur führt sie schnell zu Phoenix Buchanan, ihrem Nachbarn. Der ist nicht nur ein erfolgloser Schauspieler, sondern auch der Enkel eines Mörders – dessen Opfer die Autorin des Bilderbuches war. Offenbar steckt noch sehr viel mehr in dem kleinen Büchlein, als alle gedacht haben …

Filmkritik zu Paddington 2

Familienkomödie wie aus dem Bilderbuch 26. März 2018 | von

Paddingtons zweites Abenteuer in London hat durchaus Parallelen zu den Ereignissen kurz nach seiner Ankunft in England. Wieder einmal muss er sich gegen einen besonders fiesen Widersacher behaupten, der zwischen ihm und seinem Glück steht. Zwar kommt der kleine Bär dieses Mal um die verrückte Tierpräparatorin Millicent herum, der nicht minder exzentrische Schauspieler Phoenix Buchanan steht ihr aber in nichts nach. Hugh Grant („Wie schreibt man Liebe?“, „Codename U.N.C.L.E.“) interpretiert diese ihm selbst nicht völlig ferne Rolle allerdings auch so wunderbar selbstironisch, dass Buchanans Bösartigkeiten letztendlich doch sehr amüsant wirken. Die vielen Verkleidungen und seine teilweise schon sehr extravaganten Auftritte haben im direkten Vergleich zum eher kaltherzigen Gebaren Millicents einen sehr positiven Effekt auf die allgemeine Stimmung der Komödie, die deutlich heiterer wirkt als ihr Vorgänger. Regisseur Paul King ist es dabei trotzdem gelungen, die Stärken des ersten Teils erneut perfekt einzubringen. So sorgt die Tollpatschigkeit des herzensguten Paddington immer wieder für unfreiwilliges Chaos, das maßgeblich zum kurzweiligen Filmspaß beiträgt. Ebenso wie die rasanten Actionszenen natürlich, die der Komödie dank detaillierter Inszenierung genau den richtigen Schuss kindgerechten Abenteuers verpassen.

Stärken hat Paddington 2 allerdings definitiv auch in den ruhigeren Szenen und vor allem bei der Interaktion zwischen Paddington und den Menschen. Die Familie Brown rückt dieses Mal zwar ein wenig in den Hintergrund, dafür trifft der kleine Bär auf eine Menge anderer Personen. Selbst im Gefängnis gelingt es dem pelzigen Protagonisten, auch bei den mürrischsten der schweren Jungs die harte Schale zu knacken. Allen voran Brendan Gleeson („Assassin’s Creed“) als Gefängniskoch „Knuckles“ McGinty erweist sich hier als grandioser Spielpartner, dem es gelingt, die virtuellen Emotionen des animierten Bären sehr realistisch wirken zu lassen. Paddingtons rein auf Computeranimationen beruhende Existenz vergisst man nämlich tatsächlich gerne mal, was neben der erneut tollen Leistung von Elyas M’Barek („Fack Ju Göhte 3“) als Synchronsprecher auch an der hervorragenden technischen Umsetzung und der nicht minder spektakulären Qualität der Blu-ray liegt. Die liebevoll präsentierten Szenerien sind erneut durchweg atemberaubend und ein weiterer guter Grund, den kleinen Bären auch bei seinem zweiten Abenteuer als Zuschauer zu begleiten.

Fazit

Wie schon den ersten Teil inszeniert Paul King auch Paddington 2 als sehr unterhaltsame und herzallerliebste Familienkomödie. Diese präsentiert sich gegenüber ihrem Vorgänger sogar als noch stärker erzählt. Neben der wie gewohnt hervorragenden technischen Umsetzung und den erneut überzeugenden Darstellern aus „Paddington“ sorgt nun insbesondere Hugh Grant als Gegenspieler des kleinen Bären für gleich mehrere zusätzliche Pluspunkte.

Watch|outs

Gesamt

78 %

Regie

Paul King